Nicolas Wirth · Vorsorge- und Finanzberater bei Swiss Life Select

05 · Vorsorge und Vermögensaufbau

Vermögensaufbau

Regelmässig anlegen statt warten. Sparen mit Plan.

Hände zeigen auf ein Finanzdiagramm auf einem Laptop

Was bedeutet Vermögensaufbau?

Vermögensaufbau ist das Sparen für die Ziele vor der Pensionierung: ein Eigenheim, eine Ausbildung, ein Jahr Pause, die eigene Firma, oder einfach ein Polster, das dir Freiheit gibt. Anders als die Altersvorsorge ist das Geld nicht gebunden. Dafür musst du selbst entscheiden, wo es liegt und wie lange es arbeiten darf.

Warum ist das wichtig?

Weil Geld auf dem Sparkonto still an Wert verliert, sobald der Zins tiefer liegt als die Teuerung. Nominal ist es sicher, wertstabil ist es nicht. Im August 2026 lag die Teuerung in der Schweiz bei 0.8 Prozent, dem höchsten Wert seit zwei Jahren. Kein Grund zur Panik, aber ein guter Moment, um hinzuschauen. Und weil die Zeit den grössten Teil der Arbeit macht: Wer mit kleinen Beträgen früh anfängt, hat am Ende mehr als wer spät mit grossen beginnt.

Welche Möglichkeiten gibt es?

  • Sparplan. Ein fester Betrag pro Monat, der automatisch läuft. Regelmässigkeit ist wichtiger als die Höhe.
  • Fonds, breit gestreut. Für Ziele, die mehr als fünf Jahre entfernt sind. Schwankungen gehören dazu, über lange Zeit war ein breit gestreutes Depot in der Vergangenheit selten real im Minus.
  • Sparkonto für das Nahe. Für Ziele in den nächsten ein bis drei Jahren und für die Reserve, die du jederzeit brauchen kannst.
  • Die Säule 3a mitdenken. Sie ist zwar gebunden, aber für Eigenheim und Selbstständigkeit vorzeitig beziehbar. Das macht sie auch für Ziele vor der Pensionierung interessant.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

  • Warten, bis «genug» zusammen ist. Anlegen lohnt sich nicht erst mit viel Geld. Es lohnt sich mit Zeit.
  • Alles auf dem Konto lassen. Sicher fühlt sich gut an. Bei Teuerung ist es das Gegenteil von wertstabil.
  • Den Zeithorizont ignorieren. Geld, das du in zwei Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien. Geld, das zwanzig Jahre liegen darf, gehört nicht aufs Sparkonto.
  • Beim ersten Rückgang aussteigen. Wer bei jedem Minus verkauft, macht aus einer Schwankung einen Verlust. Der lange Atem ist der ganze Trick.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Landesindex der Konsumentenpreise, August 2026.

Was ich konkret mache

  • Wir legen fest, was monatlich möglich ist, und richten es so ein, dass es von allein läuft.
  • Ich erkläre dir die Bausteine ohne Fachchinesisch, Fonds, Säule 3a, Sparkonto, und was wofür geeignet ist.
  • Wir schauen auf deinen Zeithorizont, weil er entscheidet, wie viel Schwankung du dir leisten kannst.
  • Bei KMU-Inhabern trennen wir bewusst privates Vermögen vom Betrieb, damit nicht alles an einer Firma hängt.

Ein paar Minuten, dann weisst du, welches Thema bei dir dran ist.