07 · Vermögensstreuung
Vermögensstreuung
Nicht alles auf eine Karte. Dein Vermögen verteilt über mehrere Töpfe.

Was bedeutet Vermögensstreuung?
Vermögensstreuung heisst, das Ganze so zu verteilen, dass kein einzelner Ausfall alles mitreisst. Über verschiedene Töpfe: Konto, Pensionskasse, Säule 3a, Anlagen, Immobilie, Firma. Und innerhalb der Anlagen über verschiedene Regionen, Branchen und Anlageklassen. Sie steht an der Spitze der Pyramide, weil sie das letzte Thema ist, nicht das erste.
Warum ist das wichtig?
Weil das grösste Klumpenrisiko meist dort sitzt, wo man es nicht sucht: im Eigenheim, das den Grossteil des Vermögens bindet, oder in der eigenen Firma, an der Einkommen und Vermögen gleichzeitig hängen. Eine einzelne Aktie auf kurze Sicht ist vielleicht Zockerei. Breit gestreut und über viele Jahre gehalten war ein solches Depot in der Vergangenheit selten real im Minus. Das ist der Kern der Streuung: nicht die Hoffnung auf den einen Treffer, sondern die Sicherheit, dass ein Fehlschlag verkraftbar bleibt.
Welche Möglichkeiten gibt es?
- Alle Töpfe auf ein Blatt. Erst wenn das Ganze sichtbar ist, siehst du, wo es kippt. Die meisten haben das noch nie gemacht.
- Breit gestreute Fonds. Statt einzelner Titel viele Firmen, Länder und Branchen in einem Gefäss.
- Zeithorizonte trennen. Was du bald brauchst, bleibt verfügbar. Was lange liegen darf, darf schwanken.
- Firma und Privat entkoppeln. Für Inhaber der wichtigste Schritt: privates Vermögen aufbauen, das nicht am Betrieb hängt.
Welche Fehler solltest du vermeiden?
- Mit der Streuung anfangen. Ohne Fundament, Sparen und klare Ziele gibt es nichts zu verteilen. Die Reihenfolge ist kein Zufall.
- Streuung mit vielen Produkten verwechseln. Zehn Fonds, die alle dasselbe halten, sind keine Streuung. Es zählt, was drinsteckt.
- Das Eigenheim vergessen. Es ist Teil deines Vermögens, meist der grösste. Wer es nicht mitzählt, hält sich für gestreuter, als er ist.
- Bei jeder Schlagzeile umschichten. Streuung wirkt über Jahre. Wer ständig nachjustiert, zahlt Gebühren und verpasst die ruhigen Phasen, in denen sie wirkt.
Quelle: ch.ch und Bundesamt für Sozialversicherungen, Drei-Säulen-System.
Was ich konkret mache
- Wir zeichnen einmal alle Töpfe auf und schauen, wie das Vermögen tatsächlich verteilt ist, nicht wie es sich anfühlt.
- Ich zeige dir, wo Klumpenrisiken liegen, und was passiert, wenn genau dieser Klumpen einmal ausfällt.
- Wir legen fest, welcher Teil kurzfristig verfügbar bleibt und welcher lange arbeiten darf.
- Bei KMU-Inhabern schauen wir besonders auf die Trennung von Firma und Privat, weil dort das grösste Klumpenrisiko sitzt.
Ein paar Minuten, dann weisst du, welches Thema bei dir dran ist.